Tag der Alten Burg

Die Burgspielschar öffnete ihre Tore

IMG 20170611 WA0009Am 11.6. luden wir alle ein, einen Einblick in unser Vereinsleben und auf unsere tolle Freilichtbühne zu erhaschen. Wir hatten im Vorhinein fleißig Kuchen gebacken, welchen wir dann zu einer Tasse Kaffee anboten.IMG 20170611 WA0011

Für die Kinder haben wir verschiedene Spiele angeboten, unter anderem duellierten wir uns bei einer Runde Wikingerschach.

Mit großen Augen staunten unsere Gäste bei einem Rundgang über die Alte Burg. Den Backstage-Bereich hatte noch kaum einer gesehen und auch die vielen Gänge nicht, die man als normaler Zuschauer gar nicht sieht.IMG 20170611 WA0007

Abends grillten wir dann noch und ließen den Tag gemütlich ausklingen.IMG 20170611 WA0010IMG 20170611 WA0005

 

1.250 Jahre Feier

Festumzug in Seulberg

WhatsApp Image 2017 06 04 at 11.12.00Einladend hatten die Seulberger ihren Stadtteil zur 1250-Jahrfeier geschmückt. Überall hingen rot-weißen Wimpel und Fahnen an Häusern und Zäunen. Frische Birkenbäume umsäumten den alten Ortskern entlang der Wegstrecke des Festzugs am Pfingstsonntag. Die Anwohner stellten Gartenstühle auf die Bürgersteige oder man traf sich gleich mit der ganzen Nachbarschaft an Bierzeltgarnituren und nahm zusammen einen Aperitiv. Pünktlich 11.30 Uhr ging der große Umzug an der Grundschule los, voran die erste Musikkapelle. Die Wagen und Fußgruppen reichten fast zurück quer durch das ganze Bottichtal bis fast zur Straße nach Bad Homburg. Das Wetter hatte sich nach den Unwettern am gestrigen Samstag zum Glück heute Vormittag wieder beruhigt und die Sonne kam rechtzeitig zum Vorschein um mitzufeiern.

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Ganz schön was auf die Beine gestellt, haben unsere Stadtnachbarn zu ihrem Jubiläum. Gratulation! Alles war auf den Beinen, von Kindergartenkindern, ganz viele Schulkinder, Seniorenrat, alle Orts-Vereine egal ob Fußballer, Schützen, Tischtennis-Verein, Handballer, Landfrauen, andere Sportler vom TV Seulberg, Wanderclub, Traktorclub, Feuerwehr, Rotes Kreuz, bunte Musikcorps aus Bad Homburg, große und kleine Funkemariechen, Theaterclub, Reitverein, Ausländervertretung und, und, und zu viele um sie hier alle aufzuzählen.

dscn0279 burgspielschar g w1Erstaunlich war aber die Beteiligung der Burgholzhäuser. Natürlich traf man erwartungsgemäß viele als nachbarliche Besucher, aber auch im Festzug waren allerhand Burgholzhäuser Gesichter mitten in der Parade dabei – und natürlich die beiden Motivwagen der Burgspielschar und des Burgholzhäuser Kerbevereins. Ob sie als Kameraden bei der Feuerwehr mit liefen, obwohl sie gestern Nachmittag Unwettereinsätze hatten und zahlreiche Keller in Burgholzhausen auspumpen mussten; oder bei DRK-Wagen handlegten, bei „stante pede“ im historischen Kostüm die Besucher beindruckten oder beim Traktorclub oder bei den „Freunden der Landmaschinen“ ihre frischpolierten historischen Traktoren stolz durch Seulberg chauffierten oder einfach in den Fußgruppen vom TV Seulberg oder des Wandervereins mitliefen und die Minifeuerwehr betreuten. Schön, dass die Stadteile doch so viel gemeinsam haben, und nicht nur die schönen Ortskerne mit ihrem Fachwerk.dscn0277 burgspielschar g w1 (Quelle: burgholzhausen.wordpress.com)

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Bericht von der Mitgliederversammlung

Neuer Vorstand gewählt

Jubilare2016

Die Mitgliederversammlung der Burgspielschar Burgholzhausen hat am 19.3.2016 zunächst der verstorbenen Mitglieder des Jahres 2015 gedacht. Anschließend würdigte sie fünf Aktive für ihre langjährige Mitgliedschaft. Geehrt wurden - mit einer Urkunde und einem Blumenstrauß - Manuela Fels, Natascha Hild und Max Hild für 20 Jahre sowie Elke Kaupp für 25 Jahre in der Burgspielschar.

Ein besonderes Jubiläum feierte die 1. Vorsitzende Beate Hild. Sie ist bereits seit 40 Jahren im Verein aktiv und erhielt für ihre besonderen Verdienste in der langen Vereinsgeschichte darüber hinaus jeweils eine goldene Ehrennadel vom Bund Deutscher Amateurtheater und vom Verband Deutscher Freilichtbühnen, dazu die entsprechenden Ehrenurkunden, die von den jeweiligen Präsidenten unterzeichnet waren.Vorstand2016

In ihrem Jahresbericht konnte die 1. Vorsitzende Beate Hild auf ein sehr aktives und erfolgreiches Jahr zurückblicken. Sowohl das Winterstück als auch die Freilichtaufführungen im Sommer kamen beim Publikum sehr gut an und die Proben für das diesjährige Sommerstück „Pippi Langstrumpf“ sind unter der Regie von Georg Bachmann bereits im Winter angelaufen. Umfangreiche Investitionen, die allein im Bereich der Tontechnik mit über 4000 Euro zu Buche schlugen, sorgten im Finanzbericht des Schatzmeisters Manfred Fels für ein leichtes Minus, ansonsten fiel die Bilanz aus dem Spielbetrieb wieder positiv aus.

Nach Entlastung des Vorstandes standen Neuwahlen an. Beate Hild kandidierte nicht mehr für den Vorsitz. Dafür wurde Ottmar Kunkel fast einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. 2. Vorsitzender ist erneut Dieter Kaupp und auch Manfred Fels wurde als Schatzmeister in seinem Amt bestätigt. Außerdem wählte die Versammlung Franziska Kunkel zur neuen Schriftführerin sowie Gabi Kunkel, Beate Hild, Ilona Kunz, Jan Tore Ohlsen und Elena Schunk zu Beisitzern.

Am 08.04.2016 berichtete die Taunus Zeitung darüber:
http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/vordertaunus/Kunkel-loest-Hild-ab;art48711,1948182
http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/vordertaunus/Ehrungen;art48711,1948181

 

 

Über die Burgspielschar

Wir über uns

1949 plebanusEs ist jetzt mehr als 65 Jahre her, dass 1948 die Burgspielschar Burgholzhausen als Amateurtheater gegründet wurde.

Seitdem hat sie über vierzig Stücke auf ihrer Freilichtbühne "Alte Burg" in Burgholzhausen (seit 1973 Stadtteil von Friedrichsdorf am Taunus) oder auf befreundeten Bühnen aufgeführt. Des weiteren wurden mehr als vierzig Saalstücke in Burgholzhausen, benachbarten Orten sowie in Bensheim und Bad Wimsbach-Neydharting, der österreichischen Partnerstadt von Friedrichsdorf gegeben.

Bretter, die die Welt bedeuten

(bei uns ist es auch mal das Gras der Freilichtbühne)

Wer nicht nur Spaß am Zuschauen hat, sondern selbst mit dem Gedanken spielt, einmal dabei zu sein, wenn ein neues Stück auf die Beine gestellt wird, eine kleine Welt auf der Bühne gebaut wird, Kostüme für neue Charaktere geschneidert werden, heitere oder ernste Rollen gelernt werden, der sollte ruhig einmal bei der Burgspielschar reinschauen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich mal mit uns unter Tel. 0174 / 663 29 51 verabreden wollen.

Entweder proben wir im Vereinshaus "Alte Schule" in Burgholzhausen in der Königsteiner Str. 12 oder auf der Freilichtbühne an der Weinstraße. Der Weg dorthin ist ausgeschildert.

Vielleicht lassen Sie sich ja von der Atmosphäre im Verein anstecken und kommen immer wieder.

 

Vereinsgeschichte

65 Jahre Höhen und Tiefen

freilichtspiele kleinHeute gibt es nur noch wenige Menschen, die sich erinnern können, wie es 1948 war. Der Krieg lag gerade drei Jahre zurück und seine Spuren waren noch überall gegenwärtig. Aber das Schlimmste war überstanden und es lag nicht nur der wirtschaftliche Aufschwung vor den Menschen, sondern es gab auch einen riesigen kulturellen Aufholbedarf.

Und so beschlossen einige Burgholzhäuser Bürger am 19. Juli 1948 nach der Aufführung einer Freilichtaufführung, welche die Arbeiterwohlfahrt organisiert hatte, die Burgspielschar zu gründen.

In den ersten Jahren des Bestehens gab es auch gleich ein reges Programm; es wurde regelmäßig im Sommer ein Stück auf der Freilichtbühne und im Winter ein Stück im Saal gespielt. Mit der Stadt Frankfurt, der das Gelände der Alten Burg gehört, wurde schon 1951 der erste Gestattungsvertrag geschlossen um den Spielbetrieb zu sichern. Aber es wurde nicht nur dort gespielt; 1950 gab es mit dem „Schinderhannes“ das erste Gastspiel auf der Lochmühle und in den folgenden Jahren folgten weitere Gastspiele in Oberkleen, Hochelheim bei Butzbach und in Petterweil. Es war jedes Mal ein gewaltiger Aufwand, mit allen Beteiligten und dem nötigen Bühnenmaterial in die Gastspielorte zu fahren. Da die Motorisierung ja bei weitem noch nicht so fortgeschritten war wie heute, kamen nicht nur Autos zum Zuge, sondern es wurde auch noch so mancher Pferdewagen eingespannt. Aber dafür gab es auch riesigen Zuspruch wo immer die Burgspielschar hinkam. Legendär ist die Aufführung in Oberkleen im Jahre 1951, zu der 12ooo Zuschauer erschienen, die sich ihre Sitzgelegenheiten zum Teil selber mitbringen mussten.1949 plebanus klein

Ende der fünfziger Jahre gab es eine erste Periode mit rückläufigen Mitgliederzahlen die dazu führten, dass im Jahre 1960 erstmals keine Aufführungen stattfanden. Schwierig war es auch Anfang der sechziger Jahre, als es keinen bespielbaren Saal mehr in Burgholzhausen gab. Das änderte sich erst wieder 1965 mit dem Neubau der Turnhalle am Sauerborn.

Mit „Schneewittchen“ führte die Burgspielschar 1968 zum ersten Mal ein Märchen auf und das war im Grunde der Grundstein für die heute noch bedeutende Jugendarbeit im Verein. Denn es wurde nicht nur für Kinder gespielt, sondern zunehmend wurden Kinder und Jugendliche in tragende Rollen der Stücke eingebunden. Eine Entwicklung, die zwar mit Pausen unterbrochen war, aber bis heute eine vorrangige Bedeutung in der Arbeit des Vereins hat.

bsb auf tour kleinWährend in den siebziger Jahren überwiegend Kinderstücke unter Beteiligung der inzwischen starken Jugendgruppe zumeist im Saal oder der Turnhalle gespielt wurden, gab es in den achtziger Jahren wieder mehr Stücke für Erwachsene und die wiederum auf der Freilichtbühne. Seit 1990 ist die jährliche Freilichtaufführung für Kinder auf der Freilichtbühne eine feste Institution im Friedrichsdorfer Kulturgeschehen.

1972 wurde das Gelände Alte Burg für den Freilichtbühnenbetrieb neu hergerichtet; es wurden Wege angelegt und die Bühne saniert. Die nächste große Erneuerung erfolgte im Jahre 2001. Nachdem ein im Jahre 2000 neu gewählter Vorstand die Finanzen des Vereins wieder in Ordnung gebracht hatte, wurde als erste Baumassnahme auf der Freilichtbühne ein Container für die Garderobe aufgestellt und zwei Jahre später wurde das Toiletten- und Lagerhaus gebaut. Damit wurde das langjährige Provisorium beendet, das einige Mitglieder schon Zirkusleben genannt hatten. Denn es gab bis dahin für die Garderobe und Bewirtung zu jeder Aufführung nur provisorische Zelte und die Akteure mussten sich zum Teil im Freien umziehen. Als Toiletten waren bis dahin nur Dixi Kloos im Einsatz. Und endlich konnten die Bühnenteile und Stühle für die Zuschauer vor Ort eingelagert werden und müssen nun nicht mehr in umliegenden Scheunen eingelagert und jedes Mal herangekarrt werden.

Seit dem Jahr 2001 wurden unsere Freilichtproduktionen fast ausschließlich von professionellen Theaterpädagogen und Regisseuren betreut. So konnte das Ensemble über die Jahre von der Erfahrung und dem Wissen der Profis profitieren und die Qualität der Inszenierungen ist stetig gewachsen. So strahlt die Wirkung von mehr als zehn Jahren Erfahrungen unter fachlich fundierter Anleitung auch in die Winterstücke. Ergänzt wird dies noch durch die beim Verband Deutscher Freilichtbühnen oder dem Landesverband Hessischer Amateurbühnen besuchten Lehrgänge, die durch Austausch mit anderen Amateuren und Weiterbildung bei Experten neue Einflüsse in den Verein bringen.

 

Neubau 2003

Errichtung eines Toiletten- und Lagerhauses

RohbauSeit 1948 führt die Burgspielschar ihre Freilichtstücke auf der „Alten Burg" an der Weinstraße in Burgholzhausen auf und in all den Jahren wuchs das Bedürfnis, die Rahmenbedingungen bei den Aufführungen zu verbessern. Die provisorischen Toiletten waren dabei nur ein Mißstand von vielen. Großen Aufwand erforderte es zum Beispiel auch, Jahr für Jahr die Bühnenteile und Requisiten aus den verschiedenen angemieteten Lagerräumen erst auf die Alte Burg zu transportieren und anschließend wieder zurück.

Am 22.3.03 war es endlich soweit, der erste Spatenstich für das schon lange geplante Toiletten- und Lagerhaus konnte bei strahlendem Sonnenschein stattfinden. Nach jahrelangen Planungen und Vorbereitungen, bei denen viele Hindernisse überwunden werden mussten, konnte nun endlich mit dem Bau begonnen werden und zur Premiere von „Max und Moritz" am 21.6. stand dem Verein eine Lager- und Werkhalle und dem Publikum ein festes Toilettenhaus zur Verfügung. Das Gebäude, das in Fertigbauweise aus Massivholz errichtet wird, beherbergt zusätzlich einen Lagerraum für Bühnenteile und Requisiten und befindet sich auf dem vorderen Teil des Geländes. Nach dem ersten Spatenstich wurde denn auch gleich mit dem Aushub der Erde für die Bodenplatte begonnen.

SpatenstichAls im Verein die finanziellen Voraussetzungen geschaffen waren, konnte der im Jahr 2000 gewählte Vorstand unter Ottmar Kunkel, Beate Hild und Manfred Fels das Bauvorhaben endlich in Angriff nehmen. Zunächst war die Zustimmung der Stadt Frankfurt erforderlich, denn was kaum bekannt ist, das Grundstück ist kein öffentliches Gelände. Es gehörte nie dem Ort selbst, sondern in früheren Jahrhunderten immer den jeweiligen Ortsherren von Holzhausen. 1860 wurde es von der Frankfurter Patrizierfamlie „von Holzhausen", deren Vorfahren aus dem Ort kamen, vom Staat käuflich erworben. Adolph von Holzhausen vermachte das Gelände per testamentarischer Verfügung nach seinem Tod 1923 wie alle seine anderen ländlichen Besitztümer der Stadt Frankfurt. So wurde als eine der ersten Maßnahmen vom Vorstand der Burgspielschar der bereits bestehende Pachtvertrag mit der Stadt Frankfurt entsprechend geändert und die Burgspielschar hat das Gelände für die nächsten Jahrzehnte in Pacht übernommen mit der ausdrücklichen Genehmigung für den geplanten Neubau.

RichtfestDas Genehmigungsverfahren lief anfangs mit allen beteiligten Ämtern und Behörden problemlos, bis sich ein Beamter im Landesamt für Denkmalschutz stur stellte. Er wollte den Bau des Toilettenhäuschens kompromislos verhindern. Seiner Ansicht nach hätte nicht eine Schippe Sand bewegt werden dürfen. Nach mehreren Gesprächen, bei denen auch Bürgermeister Horst Burghardt und Landrat Jürgen Banzer die Burgspielschar unterstützend beteiligt waren, sowie ein Brief an die frühere Ministerin Ruth Wagner wurde endlich ein Weg gefunden, der auch den Belangen des Denkmalschutzes Rechnung trägt. Dazu gehört als eine der wichtigsten Maßnahmen, daß die Erdarbeiten denkmalfachlich überwacht werden. So wurden bereits vor dem Anrollen des Sandschiebers Probebohrungen vorgenommen um die Beschaffenheit des Erdreiches aus archäölogischer Sicht zu untersuchen und bei allen Erdarbeiten waren Archäologen zugegen, die den bewegten Erdaushub genauestens untersuchten.

Als nächstes wurden die Fundamente und die Bodenplatte mit Stahlbeton ausgegossen. In den Beton der Bodenplatte wurde ein Stahlbehälter versenkt, in dem ein paar Dokumente der Burgspielschar eingeschlossen sind. Dann endlich konnten die Hallenbauer der Firma Drott kommen und in zwei Tagen war das Gebäude komplett errichtet. Die Dachziegel wurden in Eigenarbeit aufgelegt und dann folgte der Innenausbau der Toiletten, Werkstatt und Küchenzeile.

 

 

 

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